שלום וברכה

Schalom und Herzlich Willkommen

Pekude - 5785

Das Geheimnis der Woche - Wajikra - 5785



Schalom Chawerim

 

Nach der Vollendung des Baus der Mischkan (Stiftshütte) mit all seinen Teilen und Geräten, hob Mosche dieser an und die g`ttliche Gegenwart schwebte über der Wohnung, um zu zeigen, dass alles genau so gemacht worden war, wie G`tt es befohlen hatte.

 

Diesen Schabbat beginnen wir das dritte Buch der Tora – וַיִּקְרָא – Wajikra, dass ein wenig von den Ereignissen des Volkes Jisrael in der Wüste abweicht, um spirituelle Konzepte wie Reinheit und Heiligkeit zu lehren. Dazu lehrte Mosche viele Gesetze über die Opfergaben, die in der Mischkan geopfert werden sollten, um das Volk näher zu G`tt zu bringen. So beginnt dieses Buch damit, dass Mosche aufgefordert wird, zu kommen und die Gebote zu lernen, wie es heißt:

 

Und Er rief Mosche, und G`tt sprach zu ihm aus dem Zelt der Begegnung und sagte: Rede zu den Kindern Jisraels und sage ihnen: Wenn ein Mann aus eurer Mitte ein Opfer (Korban – Annäherung; sich nähern) zu G`tt bringt...                                                                                                          

 

(Wajikra 1,1-2)

 

G`tt wollte, dass Mosche das Volk belehrt, damit es die Gesetze kennt und in der Lage ist, diesen wichtigen geistlichen Dienst richtig zu tun. Denn Mosche war nicht nur ein Leiter oder Gesetzgeber, er war der Prophet Jisraels:

 

Es stand aber in Jisrael kein Prophet mehr auf wie Mosche, den der Herr von Angesicht zu Angesicht kannte...                                                                                                                        

 

(Dewarim 34,10)

 

Raschi erklärte, dass der Ausdruck "G`tt sprach zu ihm (mit Mosche)" bedeutet, dass es nur mit Mosche war, aber nicht mit den anderen Menschen um ihm. Das bedeutet, dass G`ttes Stimme nur Mosches Ohren erreichte, aber der Rest des Volkes Jisrael hörte diese nicht.

Außerdem lehrt uns der Ausdruck "aus dem Zelt der Begegnung", dass G`ttes Stimme an den Wänden des Zeltes "stehen blieb" und im Inneren blieb. Das wäre leicht zu verstehen, wenn die Stimme G`ttes leise, sanft oder schwach wäre. Raschi erklärte jedoch, dass es eine starke Stimme war, wie es geschrieben steht:

 

Die Stimme G`ttes ist stark, die Stimme G`ttes ist schön. Die Stimme G`ttes bricht Zedern.  

 

(Tehilim 29,4-5)

 

Und doch wurde diese Stimme nicht außerhalb des Zeltes gehört. Selbst wenn jemand sein Ohr an die Wand des Zeltes legen würde, würde er die g`ttliche Stimme nicht hören. Das gleiche Phänomen tritt heute auf, denn wenn G`tt spricht, hören nur einige seine Stimme wirklich.

Eines der vielleicht bekanntesten Geräte ist das Radio, ein Gerät, mit dem wir Musik, Sport, Interviews und Nachrichten hören können. Jeder, der ein Programm senden möchte, tut dies auf einer bestimmten Frequenz, und jeder, der zuhören möchte, muss seinen Empfänger auf die gleiche Frequenz wie das Programm einstellen. Wenn der Empfänger nicht richtig eingestellt ist, können wir auch dann nichts hören, wenn die Frequenz nahe an der des Senders liegt.

 

Wir wissen, dass es verschiedene Schallfrequenzen gibt und das Töne, die von einigen Tierarten gehört werden, von anderen nicht immer gehört werden, wie es bei Infraschall und Ultraschall der Fall ist. Genauso müssen die Ohren eines Menschen auf eine hohe geistige Frequenz eingestellt sein, um die Stimme G`ttes zu hören, sonst hört man Ihn nicht und kann andere Stimmen anstatt hören.

 

Dies war stets der Aufruf des Maschiach Jeschua, als er sagte:

 

Wer Ohren hat zu hören, der höre.                                                                                            

 

(Matitjahu 11,15; 13,9, 43; Markus 4,9; 4,23; 7,16; Lukas 8,8; 14,35)

 

Jetzt verstehen wir, dass wir die geistliche Frequenz finden müssen, um zu hören. Doch wie finden wir die richtige geistliche Frequenz?

 

Die Tatsache, dass nur Mosche die Stimme G`ttes hörte, war nicht unbedingt ein Wunder, das geschah. Er hörte die Stimme G`ttes, weil nur er richtig eingestimmt war. Was die anderen betrifft, so ging die Stimme an ihnen vorbei, ohne dass sie es bemerkten. Sie konnten (oder wollten) sich nicht auf diese Frequenz einstimmen. Aber das war nicht immer so, denn bei der Übergabe der Tora auf dem Berg Sinai sagten sie:

 

Der Herr, unser G`tt, hat uns seine Herrlichkeit und seine Majestät gezeigt, und wir haben seine Stimme aus dem Feuer gehört. Heute haben wir gesehen, dass G`tt zu den Menschen spricht und dass der Mensch noch lebt! Warum sollten wir nun sterben? Denn dieses große Feuer würde uns verzehren; wenn wir die Stimme des Herrn, unseres G`ttes, noch einmal hören würden, würden wir sterben. Denn wer von allem Fleisch hat die Stimme des lebendigen G`ttes gehört, der mitten aus dem Feuer redete, wie wir es taten, und blieb am Leben? Tritt herzu, du (Mosche), und höre alles, was der Herr, unser G`tt, sagt; und du sollst uns alles sagen, was der Herr, unser G`tt, zu dir sagt, so wollen wir es hören und tun.                                                                                                        

 

(Dewarim 5,24-28)

 

Sie erkannten und erwählten Mosche als Vermittler zwischen ihnen und G`tt. Und das gefiel dem Ewigen, denn der Auserwählte (der Vermittler) des Ewigen muss als solcher anerkannt und mit dem Herzen erwählt werden. Die Bereitschaft, auf das zu hören und zu tun, was der Vermittler sagt, gefiel dem Ewigen besonders:

 

Und als der Herr eure Worte hörte, als ihr mit mir redetet, da sprach der Herr zu mir: Ich habe die Worte dieses Volkes gehört, die sie zu euch geredet haben; in allem haben sie gut geredet.  

 

(Dewarim 5,28) 

                         

So ist es auch bei unserem Herrn und Erlöser Jeschua, dem Maschiach Jisraels:

 

Denn das ist gut und wohlgefällig vor G`tt, unserem Erlöser, der will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es gibt nur einen G`tt und einen Mittler zwischen G`tt und den Menschen, den Maschiach Jeschua. Er hat sich selbst als Preis der Erlösung für alle hingegeben, damit er ein Zeugnis sei zur rechten Zeit.                                                                                                                                    

 

(Der erste Timotheusbrief 2,3-6)

 

Somit ist deutlich geworden, dass wir einen Vermittler brauchen, um die Stimme des himmlischen Vaters zu hören. Jeschua der Maschiach ist die perfekte Frequenz, um die Stimme G`ttes zu hören. Wir vertrauen Ihn und erleben durch Ihn somit die perfekte Frequenz, um den Ewigen zu hören. Uns ist gegeben diese Verbindung ständig beizubehalten. Hier sind einige Hinweise darauf, wie wir unsere Verbindung schützen sollten:

 

Erstens: eines ist sicher, G`tt spricht jeden Tag (jede Stunde und Sekunde) zu der gesamten Menschheit, wie es in den Pirkei Awot heißt:

 

Jeden Tag kommt eine göttliche Stimme vom Berg Chorew und verkündet: Arme Menschheit wegen der Erniedrigung der Tora.                                                                                                            

 

(Pirkei Awot 6,2)

 

Dies bezieht sich auf den Aufruf zur Teschuwa (Umkehr), den die gesamte Menschheit zuerst hören muss. Der Psalmist antwortet auf diesen Aufruf:

 

Zum Herrn schreie ich laut, und von seinem heiligen Berg antwortet er mir.                                   

 

(Tehilim 3,4)

 

Es ist wichtig, sich zunächst bewusst zu machen, dass die göttliche Stimme jeden Tag die gesamte Menschheit (Gläubige und Ungläubige) erreicht.                                                                              

 

(Der Brief an die Römer 1,19-20)

 

Zweitens: Viele hören die Stimme G`ttes nicht, weil sie keinen Glauben (Emunah) haben, aus eigener Entscheidung:

 

So kommt der Glaube durch das Hören der Botschaft, und die Botschaft wird durch das Wort des Maschiach Jeschua gehört.                                                                                                                    

 

(Der Brief an die Römer 10,17)

 

אמונה - Emunah - Glaube bedeutet "vertrauen, treu sein"

 

Seine Definition kommt dem "Gehorsam", der eine Überzeugung ist, eine Wahrnehmung der Wahrheit, die über die Vernunft hinausgeht.

 

Drittens: Viele hören die Stimme G`ttes nicht, weil sie nicht zu G`tt gehören:

 

Wer zu G`tt gehört, der hört, was G`tt sagt. Ihr hört ihn nicht, weil ihr nicht zu G`tt gehört.

 

(Jochanan 8,47)

 

Meine Schafe hören meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.                                       

 

(Jochanan 10,27)

 

Es ist wichtig zu wissen, dass es Menschen gibt, die die g`ttliche Stimme (die Botschaft vom Maschiach Jeschua; der guten Nachricht) nicht hören werden. Da wir nicht wissen, wer sie sind, tun wir weiterhin unser Bestes, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Bedenke nur, dass es keinen Grund gibt, darauf zu bestehen, wenn jemand nicht zuhören will.

 

Gebt das, was heilig ist, nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, sonst werden sie sie zertreten, und die sich gegen euch wenden, werden sie in Stücke reißen.                                                                                                             

 

(Matitjahu 7,6)

 

Viertens: Selbst diejenigen, die gläubig sind, hören nicht immer G`ttes Stimme.

Mosche war mit der Frequenz des Ewigen verbunden und hörte sie fast die ganze Zeit. Aber es gibt einen Bericht in der Tora, der uns zeigt, dass sogar Mosche die Frequenz verließ.

 

Und der Herr sprach zu Mosche: Nimm den Stab und versammle die Gemeinde mit deinem Bruder Aharon und sprich zu dem Felsen vor ihm, so wird er Wasser ausschütten... Da hob Mosche seinen Arm und schlug zweimal mit dem Stab gegen den Felsen. Da sprudelte Wasser heraus, und die Gemeinde und die Herden tranken.                                                                                            

 

(Bamidbar 20,8-11)

 

Es kann sein, dass der Herr spricht und wir etwas anderes verstehen oder was immer wir wollen.

 

(Matitjahu 13,13-17)

 

Wir müssen die Stimmen, die wir hören, unterscheiden, auch wenn sie behaupten, sie kämen von G`tt.

 

Aber der Prophet, der es wagt, in meinem Namen etwas zu sagen, was ich ihm nicht befohlen habe, oder der im Namen anderer Götter redet, soll getötet werden. Aber vielleicht fragst du dich: Woher wissen wir, dass eine Botschaft nicht vom Herrn kommt?  Wenn das, was der Prophet im Namen des Herrn verkündet, nicht eintritt oder sich nicht erfüllt, ist die Botschaft nicht vom Herrn. Dieser Prophet hat anmaßend gesprochen. Habt keine Angst vor ihm.                                                                        

 

(Dewarim 18,20-22)

 

Den falschen Propheten erkennt man an seinen Früchten (Matitjahu 7,16) und daran, dass er die Menschen vom Weg abbringt. (Micha 3,5-7; Jeheskel 13,8-9; Jirmejahu 23,32)

 

Deshalb müssen wir die Schriften, ihr wahrer Kontext und die Gebote G`ttes gut genug kennen, um alle Dinge zu prüfen und die Geister zu untersuchen:

 

Verachtet nicht die Prophezeiungen, sondern prüft alles und haltet fest an dem, was gut ist.

 

(Der erste Brief an die Thessalonicher 5,20-21)

 

Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von G`tt sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt.                                                                              

 

(Der erste Brief von Jochanan 4,1)

 

Falsche Propheten kommen, um zu spalten und zu verwirren:

 

Ich empfehle euch, Brüder, dass ihr euch vor denen hütet, die Spaltungen verursachen und der Lehre, die ihr empfangen habt, Steine in den Weg legen. Haltet euch von ihnen fern. Denn diese Menschen dienen nicht dem Maschiach, unserem Herrn, sondern ihren eigenen Begierden. Mit glatten Worten und Schmeicheleien verführen sie die Herzen der Unbedarften.                                                                                                                        

 

(Der Brief an die Römer 16,17-18)

 

Sechstens: G`tt spricht durch Gemeinschaft.

 

Wer weissagt, baut die Gemeinde auf.                                                                                               

 

(Der erste Brief an die Korinther 14,4)

 

Die Stimme G`ttes wird uns auf den Weg der Korrektur und damit der Gemeinschaft mit G`tt und seinem Volk führen. Wir müssen verstehen, dass G`tt inmitten der Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern desselben Glaubens zu uns sprechen, uns korrigieren und erbauen wird. Prophetie (die Stimme des Ewigen) kommt immer mit demselben Ziel:

 

Wer aber weissagt, der redet zu den Menschen, um sie zu erbauen, zu ermahnen und zu trösten.

 

(Der erste Brief an die Korinther 14,3)

 

Deshalb ist es notwendig, demütig und Weise zu sein, um das Gesagte zu beurteilen.                        

 

(Der erste Brief an die Korinther 14,29)

 

Seht zu, Brüder, dass keiner von euch ein verkehrtes, ungläubiges Herz hat, das sich von dem lebendigen G`tt abwendet. Ermutigt euch im Gegenteil jeden Tag gegenseitig in der Zeit, die "heute" genannt wird, damit keiner von euch durch den Betrug der Sünde verstockt wird; denn wir sind dem Maschiach teilhaftig geworden, wenn wir die Zuversicht, die wir am Anfang hatten, bis zum Ende festhalten.                                                                                                                        

 

(An die Gruppe messianischer Juden 3,12-14)

 

Siebtens: Die Stimme G`ttes wird uns dazu bringen, seinem Wort zu gehorchen.

Er antwortete: Selig sind die, die das Wort G`ttes hören und ihm gehorchen.                              

 

(Lukas 11,28)

 

Wer nun diese meine Worte hört und sie tut, der ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf den Felsen baute. Der Regen fiel, die Flüsse traten über die Ufer, die Winde wehten und stießen an das Haus, und es stürzte nicht ein, weil es auf den Felsen gegründet war.                                                  

 

(Matitjahu 7,24-25)

 

Dies alles lehrt uns also, dass die Tatsache, dass wir einen Hörsinn haben, keine Garantie dafür ist, dass wir tatsächlich etwas hören. Aber wenn wir täglich darauf bauen die Verbindung durch den Maschiach Jeschua beizubehalten und zu schützen, wird diesen Weg uns Gehorsam und ein Leben in Gemeinschaft mit dem Ewigen, seinem Maschiach und seiner Gemeinschaft bringen. Diese Lektion ist so wichtig, dass wir die Rückkehr des Maschiach Jeschua in Einheit mit dieser Stimme verkünden:

 

Der Geist und die Braut sagen: Komm! Wer es hört, der sage: Komm! Wer durstig ist, der komme, und wer will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.                                                

 

(Offenbarung 22,17)

 

 

 

 

 

 

עם ישראל חי
Am Jisrael chai!
Das Vollk Jisrael lebt!
Joschijahu ben Kadosch
 
 

Schiur - Unterricht

Das Studium vom Nachmittag wird jetzt für diejenigen verfügbar sein, die gerne mehr mit uns lernen möchten. Hier ist die Lektion vom letzten Schiur zum Thema:

 

"Tewilah"

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